September 2026
August 2026

Was das Publikum wirklich sehen will

Früher war angeblich alles einfacher. Als ich 1989 die Schauspielschule besuchte, gab es bereits das Internet aber noch kein Netflix, YouTube oder TikTok in der Hosentasche. Damals hatte man auch noch keine drei Streaming-Abos, eine Aufmerksamkeitsspanne von 10 Minuten und die grundsätzliche Möglichkeit, nach fünf Minuten innerlich auf «überspringen» zu drücken.

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Zuwenig Männer? Auf was man achten sollte

Viele Theatergruppen kennen das Problem: Zwölf Frauen. Zwei Männer. Und einer davon fehlt jede zweite Probe wegen Feuerwehr, Fussball oder „etwas mit dem Anhänger“. Spätestens dann beginnt die grosse Stücksuche: „Wir brauchen unbedingt ein Stück mit wenig Männerrollen!“ Klingt einfach. Ist es aber nicht immer.

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Juli 2026

Die lustigsten Ausreden fürs Text-nicht-können

Es gibt im Theater Sätze, die hört man als Regisseur besonders gern. Zum Beispiel:„Ich kann den Text eigentlich schon. Ich bringe ihn nur noch nicht in der richtigen Reihenfolge.“ Oder: „Zu Hause ging es perfekt.“ Oder mein persönlicher Favorit:„Ich wollte nicht zu früh lernen, sonst ist es bis zur Premiere wieder weg.“

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Warum ich es Liebhaberbühne nenne

Es gibt Wörter, die haben ein Imageproblem.„Amateurtheater“ gehört eindeutig dazu. Kaum fällt dieses Wort, tauchen bei manchen Menschen sofort Bilder auf: schlecht sitzende Perücken, wacklige Kulissen, vergessene Einsätze und im Souffleurkasten eine Person, die schwitzt wie ein Wrestler und lauter ist als alle auf der Bühne. Aber wer so denkt, war vermutlich schon lange nicht mehr in einer guten Liebhaberbühnen-Produktion. Denn Amateurtheater ist vieles. Herzblut. Leidenschaft. Gemeinschaft. Mut. Wahnsinn mit Probenplan. Aber amateurhaft? Ganz sicher nicht.

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